GP Gippingen wie gewohnt live im TV
- 25. Mai
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Ob Freitag oder Sonntag – der GP Gippingen wird natürlich auch in diesem Jahr dank einer aufwendigen TV-Produktion mit Helikopter und Kameratöffs live im TV zu sehen sein und für die Zuschauer vor Ort auf einer Grossleinwand im Zielgelände. Das Rennen wird live auf TV24 übertragen.
Marcel Wyss

Lokallegende am Mik
Als Kommentator ist erneut Lokalmatador Jean-Claude Leclercq zu hören. Der ehemalige französische Radprofi, welcher unter anderem 1987 bei der Flèche Wallonne siegte und 1990 bei Lüttich–Bastogne– Lüttich Zweiter wurde, stand selber einige Male in Gippingen am Start. Vor 36 Jahren zog er nach Endingen, ist inzwischen auch eingebürgert und kennt die Region von unzähligen Trainingsfahrten wie seine Westentasche: «Hier kann man in alle Himmelsrichtungen losfahren und findet auch als Profi optimale Strecken zum Trainieren.»
Nach seinem Rücktritt als Profi 1993 erlangte er während 17 Jahren als Experte neben Hans Jucker selig als Radsport-Duo beim Schweizer Fernsehen Legendenstatus. Seit 2011 kommentiert er für Eurosport und nun das sechste Mal den GP Gippingen, für den 63-Jährigen eine Herzensangelegenheit. «Der GP Gippingen ist das letzte verbliebene grosse Rennen in der Schweiz, zwischen Tour de Romandie und Tour de Suisse, sehr prestigeträchtig und für jeden Schweizer Radrennfahrer wichtig. Das war schon zu meiner Zeit so.»
Wie sind die Schweizer einzuschätzen? «Allgemein haben wir viele sehr starke Fahrer, die in diversen Teams und in unterschiedlichen Rollen fahren», so Leclercq. Mit den beiden Fahrern von Tudor Pro Cycling Team Stefan Küng und Marc Hirschi, dem letzten Schweizer Gippingen- Sieger 2022, sowie Lokalmatador Jan Christen haben sich Anfang Jahr aber einige unserer stärksten Fahrer verletzt. «Natürlich sind das keine optimalen Voraussetzungen, wenn man sich im Frühling nicht von Rennen zu Rennen aufbauen kann. Aber schlussendlich haben alle drei ihre Klasse schon oft bewiesen und freuen sich sicher besonders, wenn sie beim grössten Schweizer Eintagesrennen starten können.»

Ganz besonders speziell ist das Rennen natürlich für die Brüder Jan und Fabio Christen, die beide in Gippingen aufgewachsen sind. Ein Heimsieg wäre für beide selbstredend das Grösste. Jan Christen hatte den Triumph letztes Jahr lange vor Augen, verpasste ihn aber als Dritter nur knapp. «Jan möchte unbedingt gewinnen. Nun hatte er keine ideale Vorbereitung, aber vielleicht ist das genau der Weg zum Erfolg», orakelt Leclercq. «Weil er sich so weniger Druck aufsetzt und es einfach so nimmt, wie es kommt. Und auch Fabio traue ich einen Sieg zu.»
Mit Silvan Dillier ist ein weiterer Lokalmatador dabei. Für den Badener ist es der erste Start in Gippingen seit 2018. «Ein Fahrer mit einem Riesenmotor, der sich normalerweise immer in den Dienst seiner Mannschaft stellt. Ich bin gespannt, ob er sich wieder einmal umstellen kann. Er hat ja schliesslich schon viel Grosses erreicht.»
Als Experte ein ehemaliger Sieger
An der Seite von Jean-Claude Leclercq analysiert wieder Beat Zberg (54) die Rennsituationen. Der Urner gewann 1996 das Rennen «Rund um den Henninger Turm», feierte Etappensiege bei der Vuelta a España (2001), der Baskenland-Rundfahrt (2002, 2004) und triumphierte 2006 als drittletzter Schweizer in Gippingen: «Als ehemaliger Sieger habe ich sehr schöne Erinnerungen an das wichtigste Eintagesrennen in der Schweiz. Das jeweils perfekt organisierte Rennen geniesst ein hohes Ansehen bei allen Mannschaften und Fahrern.»

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