100 Tage vor dem Start: Radsporttage Gippingen meistern turbulente Planungsphase
- vor 7 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

In rund 100 Tagen ist es soweit: Am 12. Juni 2026 starten die dreitägigen Radsporttage Gippingen. Das ehrenamtliche Organisationskomitee hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Die Verschiebung des Hauptrennens auf den Sonntag brachte zahlreiche Herausforderungen – von Streckenplanungen über Programmänderungen bis zur Neuorganisation der Festplätze. Doch das OK zeigt sich flexibel: Das Programm steht, die Infrastruktur ist geplant, die Vorfreude wächst.
Nachdem die Tour de Suisse ihre Verkürzung bekannt gab, verschob sich der GP Gippingen vom Freitag auf den Sonntag und erhielt damit den attraktiven Wochenendtermin zurück. Was zunächst als Chance erschien, bedeutete für das ehrenamtliche Organisationskomitee enormen Mehraufwand. «Das gesamte Sportprogramm musste mehrfach komplett neu durchdacht werden», erklärt René Huber, OK-Präsident. Parallel kündigten sich Bauarbeiten auf der Rennstrecke zwischen Mandach und Böttstein an. Das OK entwickelte eine alternative Streckenführung, definierte neue Verpflegungszonen und reorganisierte Festplätze. Dann die Wende: Die Baustelle wurde um mindestens ein Jahr verschoben. «Einerseits eine Erleichterung, da wir auf bewährten Strecken die Rennen durchführen können, andererseits muss nun alles zurück auf die Stammstrecke geplant werden», so Huber. «Es zeigt sich aber: Unser OK funktioniert ausgezeichnet und kann schnell auf neue Herausforderungen reagieren».
Bewährter Festplatz in Schlatt kehrt zurück – inklusive Shuttle-Busse
Durch die Rückkehr zur Stammstrecke wird der beliebte Festplatz in Schlatt wieder aktiviert. «Dieser Platz bietet eine einmalige Atmosphäre mit bestem Blick auf das Fahrerfeld beim Anstieg Richtung Loorholz», sagt Huber. Vor Ort wird wie gewohnt ein Speaker das Geschehen kommentieren. Besonders erfreulich: Eine lang vermisste Tradition kehrt zurück. Auf der gesamten Strecke verkehren wieder Shuttle-Busse zwischen zentralen Orten. «Man kann so das Rennen aus unterschiedlichen Perspektiven miterleben», erklärt Huber.
Alle Kategorien erhalten wieder eine Startmöglichkeit
«Es ist uns wichtig, dass alle in Gippingen eine Startmöglichkeit erhalten», betont Erich Spuler, seines Zeichens Verantwortlicher für den Sport bei den Radsporttagen Gippingen. Durch gezielte Umorganisation des Sportprogramms gelang es, auch den U17- und U19-Fahrerinnen und Fahrer wieder Startplätze anzubieten. Die U19-Rennen werden wiederum, wie die U23-Elite-Rennen, Teil der deutschen Bundesliga sein, was spannende, internationale Radrennen erhoffen lässt.
Teilnehmerfeld: Starke WolrdTeams und ProTeams auf dem Vormarsch
Die Gewinnung von WorldTeams bleibt weiterhin herausfordernd. «Wir finden gleichzeitig zu einem WorldTour-Rennen in Kopenhagen sowie der französischen «Tour Auvergne–Rhône–Alpes» (ehemals «Critérium du Dauphiné») statt, was natürlich starke Konkurrenz für uns ist», erklärt Huber. Dennoch bewegt sich das Teilnehmerfeld bei den WorldTeams auf sehr gutem Vorjahresniveau. «Sehr positiv ist die Entwicklung bei den ProTeams, der zweitstärksten Kategorie. Dort können wir einen deutlichen Zuwachs verzeichnen», betont Huber. Neben den beiden Schweizer Topteams Tudor Pro Cycling und Pinarello Q36.5 Pro Cycling sind es vor allem italienische und spanische Teams, die in diesem Jahr nach Gippingen kommen. «Das ist ein starkes Zeichen für die Qualität und Reputation unseres Rennens.» Auch eine starke Nationalmannschaft wird wieder am Start sein. So dürfen die Zuschauerinnen und Zuschauer sich auf ein attraktives, spannendes Radrennen freuen.
Abendunterhaltung und Fussball-WM kombiniert
Bei der Abendunterhaltung verspricht das OK gewohnt mitreissende musikalische Unterhaltung. Gleichzeitig wird das Schweizer Fussball-WM-Spiel gegen Qatar auf Grossleinwänden gezeigt. «Beste Unterhaltung, ein Schweizer Spiel und erstklassige Verpflegung – was will man mehr», so Huber. Die Radsporttage Gippingen bleiben damit ein Fest für die ganze Region und weit darüber hinaus.
Der «Gippinger Geist» als Erfolgsrezept
«Die vergangenen Monate waren intensiv», sagt Huber. «Jetzt ist die Planung abgeschlossen – wir starten mit spürbarem Aufwind in die Umsetzung. Das ist eben dieser ‹Gippinger Geist›: gemeinsam anpacken und mit Leidenschaft etwas auf die Beine stellen.» Umso grösser ist die Vorfreude, wenn in 100 Tagen die Bevölkerung die Strecke wieder säumt und die Fahrerinnen und Fahrer anfeuert.

Kommentare